Kohlweißling-Raupen
Die Raupen des Großen und Kleinen Kohlweißlings (Pieris brassicae, P. rapae) fressen die Blätter der Kohlgewächse, oft bis auf die Rippen. Der Große Kohlweißling frisst gesellig an den Außenblättern, der Kleine einzeln und bohrt sich in den Kopf.
Symptombilder
Symptome
- Unregelmäßige Löcher und ausgefressene Teile der Blattspreite
- Gelb-schwarze Raupen, die gesellig auf der Blattunterseite fressen
- Grüne, einzeln lebende Raupen, an der Mittelrippe verborgen
- Dunkelgrüne Kotkrümel im Herz der Pflanze
- Gelbe Eigelege auf der Blattunterseite
Folgen für die Kultur
- Skelettierung der Blätter und Totalverlust bei Massenfraß
- Verschmutzung der Köpfe mit Kot, schwer zu entfernen
- Verletzungen öffnen den Weg für bakterielle Fäulen
- Geschwächte Pflanzen und Wachstumsstockung
Was die Krankheit begünstigt
- Warmer, sonniger Sommer, der den Falterflug begünstigt
- Zwei bis drei Generationen pro Saison, von Mai bis September
- Kohlanbau ohne Abdeckung
- Fehlen natürlicher Gegenspieler, etwa Schlupfwespen
Vorbeugung
- Ganzjährige Abdeckung mit Kulturschutznetz oder Vlies
- Blattunterseiten durchsehen und Eigelege abwischen
- Raupen auf kleinen Flächen absammeln
- Parasitoide mit Doldenblütlern anlocken
- Pflanzenreste nach der Ernte entfernen
⚠️ Bevor Sie zur Spritze greifen
Der Atlas dient der Information und wächst noch — verschiedene Krankheiten sehen sich oft täuschend ähnlich. Prüfen Sie die Diagnose und lesen Sie das Etikett, bevor Sie ein Pflanzenschutzmittel anwenden. Im Zweifel wenden Sie sich an Ihre Pflanzenschutzberatung.
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